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19.1.12 | 13.30-15.30 Uhr | Messe Basel

Transformation Gebäudepark Schweiz

Als erster Referent ging der Architekt Markus Schaefle (Romero & Schaefle) auf das Thema ein. Wie sein Büro bei einem Sanierungsprojekt vorgeht, zeigte er anhand einer Wohnsiedlung. Als wichtigste Energiesparmassnahme pries Schaefle die Verdichtung: Mittels Aufstockung konnte die Nutzfläche der Immobilie um zwanzig Prozent erhöht werden. Im Weiteren sorgten eine neue Energieversorgung und eine neue Gebäudehülle für einen um siebzig Prozent verringerten Energieverbrauch. Zumindest war so das Ziel des Architekturwettbewerbs. Wie es heute in der Realität steht, hat der Besitzer leider nicht nachgemessen, erklärte Markus Schaefle enttäuscht. «Das gehört dazu, das müsst ihr bei euren Projekten machen», forderte er das Publikum auf.

Drei Sanierungsbeispiele stellte der Gebäudetechniker Andreas Wirz von der Firma Roschi + Partner vor. Bei allen konnte der Minergiestandard erreicht werden. «Zentral für jede Sanierung ist eine Gesamtanalyse: Die Anforderungen an das Gebäude, die Abklärung der Umgebungsbedingungen, das Gebäude selbst und die Gebäudetechnik müssen genau untersucht und beurteilt werden» hielt Wirz fest. «Erst dann kann gewichtet werden, welche Bauteile in welchen Etappen saniert werden sollen.» Das Erreichen eines Energiestandards sei immer auch unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit zu beurteilen.

Weil für neu erstellte Anlageobjekte der Platz knapp ist, interessiert sich David Naef, Geschäftsführer von Halter Immobilien für die Sanierung des Bestands. Er hielt als dritter einen kurzen Vortrag. «Wir wollen einerseits das Potenzial des Gebäudes besser nutzen und es andererseits für die Zukunft fit machen.» Naef stellte den sogenannten integralen Re-Development-Ansatz vor. «Im Zentrum steht dabei das Bedürfnis des Endnutzers», erklärte Naef: «Welche Nachhaltigkeitsgesichtspunkte müssen aus Sicht des Nutzers erfüllt sein?»

In ihren Vorträgen zeigten die Referenten eine Vielzahl erfolgreicher Sanierungen und liessen die Zuhörerschaft an ihrer grossen Erfahrung auf diesem Gebiet teilhaben. Mit welchen Problemen die angestrebte Sanierung des Gebäudeparks Schweiz zu kämpfen hat und warum die Sanierungsquote nicht höher ist, führte die darauffolgende Diskussion vor Augen. Wer ist Schuld daran, dass es nicht schneller vorwärts geht? «Die Politik muss den Lead übernehmen», forderte Andreas Wirz. Auf die Verantwortung der Eigentümer verwies dagegen David Naef: «Wir sehen uns als Dienstleister». Architekt Markus Schaefle hielt fest: «Wichtig für den Erfolg einer Sanierung ist ein Bauherr, der weiss, was er will.» Und doch gab es von den Experten auch Rezepte: Verdichten, also mehr Wert durch mehr Fläche. Dann lässt sich auch die Energiesanierung bezahlen. Am richtigen Ort bauen, wo die Infrastruktur bereits vorhanden ist und so durch kurze Wege Energie sparen. Und wenn Sanierungen nicht möglich sind, Systeme bauen, die Energie erzeugen. Zum Beispiel eine wärmegewinnende Kanalisation für ein ganzes Quartier errichten.

Begrüssung:

  • Markus Weber, Präsident SIA FHE

Referenten:

  • Markus Schaefle, Dipl. Architekt ETH BSA SIA, Romero & Schaefle Architekten AG

  • Andreas Wirz, Geschäftsführer Roschi + Partner AG

  • David Naef, Geschäftsführer Halter Immobilien

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