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12.4.13 | 13.30-17.00 Uhr | Hochschule Luzern

Umsetzung der Energiestrategie 2050

Die Energiestrategie 2050 des Bundesrates sieht einen umfassenden Umbau der Schweizer Energieversorgung vor. Ziel ist, den Energieverbrauch massiv zu reduzieren und die Kernenergie mit Energie aus erneuerbaren Quellen zu ersetzen. Die wichtigsten Massnahmen zur Umsetzung der Strategie liegen im Gebäudebereich, da heute knapp 50% des Primärenergieverbrauchs in der Schweiz dem Immobilienbereich zugerechnet wird.

Die Umsetzung der Energiestrategie 2050 im Gebäudebereich ist für alle beteiligten Fachpersonen eine Herausforderung. Am Passarelle Workshop 2013 wurden die zentralen Fragen diskutiert und mögliche Lösungswege in einer interdisziplinären, vernetzten Diskussion skizziert. Veranstaltet wurde der Anlass von der Fachgesellschaft für Haustechnik und Energie im Bauwesen (SIA FHE), der Hochschule Luzern (HSLU) sowie derm Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA).

Begrüssung in neuem Namen

Im Rahmen der Begrüssung wartete einer der Veranstalter - die SIA FHE - sogleich mit einer wichtigen Neuerung auf: Die Fachvereinigung heisst neu «SIA FGE - Fachverein Gebäudetechnik und Energie» und wird im Internet in Kürze unter der Adresse www.fge.sia.ch zu finden sein. Eines der Ziele des umbenannten Fachvereines sei es, so Markus Weber, Präsident des SIA FGE, mittels Interdisziplinarität und einem ganzheitlichen Ansatz unterstütztend in der Umsetzung der Energiestrategie 2050 zu wirken.

Plattform Alumni Energieingenieur Gebäude (Alenii)

An die Begrüssung von Markus Weber knüpfte Simon Grünig, Präsident der neu gegründeten Plattform Alumni Energieingenieur Gebäude - kurz Alenii - an. Alenii, so Grünig, ist die Interessensgemeinschaft der Absolventen des vom SIA FGE mitinitierten MAS Studiengangs Energieingenieur Gebäude. Ziel der Vereinigung ist es, durch einen regen Austausch zwischen Energieingenieuren, den Absolventen des Masterstudienganges sowie Fachverbänden und Berufsgruppen einen aktiven Beitrag zum effizienten Einsatz von erneuerbaren Energien im gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zu leisten. Vielseitiges Fachwissen gibt es online auf der Plattform www.alenii.ch.

Energieeffiziente Gebäude: Vorschläge der Energiestrategie 2050

Inhaltlich machte Marianne Zünd, Kommunikationsleiterin des Bundesamtes für Energie, den Auftakt zum diesjährigen Workshop. Unter dem Titel «Energiestrategie 2050: Die Ziele im Gebäudebereich» erörterte Sie dem Publikum, was nach der Vernehmlassungsphase von den Vorschlägen aus der Vernehmlassungsvorlage bleibe: Klar sei im Besonderen, dass die Kantone ihre Kompetenz im Gebäudebereich halten wollen und dass das Gebäudeprogramm aufgestockt werden solle.

Dass sich die Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich ökonomisch lohnen kann, zeigte Aeneas Wanner, Geschäftsleiter von Energie Zukunft Schweiz, in seinem Referat auf. Trends für Geschäftsfelder seien im Besonderen der Wechsel von emissionsbelastenden zu sauberen, von fossilen zu elektrischen sowie von zentralen zu dezentralen Technologien. Weiter, so Wanner, würden künftig dynamische Lösungen statischen vorgezogen werden.

Massstäbe für die Energiewende: Vom Gebäude zum Quartier

Einen anderen Ansatz präsentierte Prof. Dr. Arno Schlüter vom Institut für Technologie in der Architektur der ETH Zürich. Er widmete sich in fünf Thesen der Frage, welche Rolle das Umfeld des Gebäudes im Rahmen der Energiewende spielen wird. An konkreten Beispielen aus dem In- und Ausland erläuterte Schlüter, dass es eine Bewegung von der Betrachtung des Gebäudes als isolierte Einheit hin zu grösseren Betrachtungs- und Planungsmassstäben wie dem Quartier geben werde; weg vom einzelnen Eigentümer hin zu Energiecommunities.

  • Fazit: Die Energiewende als kommunikative Herausforderung

Nach den drei Fachreferaten forderte Moderator Prof. Urs Rieder, Abteilungsleiter für Gebäudetechnik an der HSLU die Veranstaltungsteilnehmer auf, ihr eigenes Know-how in den vier interdisziplinären Workshops einzubringen. Unter den Titeln «Transformation Gebäudepark: Freiwilligkeit, Anreize, Verbote oder Subventionen?», «Transformation Gebäudepark: eine technische Herausforderung?», «Das Areal als Produzent und Speicher?» sowie «Vom Leuchtturm zur Masse?» diskutierten die Workshopteilnehmer während rund einer Stunde über mögliche Umsetzungspfade der Energiestrategie 2050 und vertieften die zuvor präsentierten Ansätze.

Nach engagierten Debatten traf man sich zum Abschluss des Anlasses zum Austausch der erarbeiteten Ergebnisse nochmals im Plenum. In einer Podiumsdiskussion mit den Referenten wurde klar, dass die Umsetzung der Energiestrategie 2050 nicht mehr nur eine technische und finanzielle, sondern vorwiegend eine kommunikative Herausforderung ist. Alle drei Referenten waren sich einig, dass künftig noch mehr in Marketing und Kommunikation investiert werden müsse, um jeden einzelnen Eigentümer davon zu überzeugen, dass sich die Investition in Energieeffizienz und erneuerbare Energien lohnt. Dazu, so Schlüter, sollten im Besonderen Nachbarschaftseffekte durch den Einsatz neuer Medien gezielt genutzt werden. Das Publikum unterstützte die Referenten in ihrem Fazit, führte jedoch ergänzend an, dass es zur raschen Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich vor allem auch klare, verbindliche Vorschriften sowie eine deutliche Vereinfachung der Prozess- und Bewilligungsverfahren benötige.

Referenten:

  • Marianne Zünd, Kommunikationsleiterin Bundesamt für Energie

  • Aeneas Wanner, Geschäftsleiter Energie Zukunft Schweiz

  • Prof. Dr. Arno Schlüter, Institut für Technologie in der Architektur ETH Zürich

Moderation: Prof.

  • Urs Rieder, Abteilungsleiter Gebäudetechnik Hochschule Luzern

Workshopleiter:

  • Dieter Lüthi, Hochschule Luzern – Technik und Architektur

  • Matthias Schlegel, Amstein + Walthert

  • Roland Stulz, 2’000 Watt Gesellschaft

  • Simon Grünig, Weber Energie und Bauphysik GmbH

Impressum

  • Konzept + Produktion: IEU AG, Liestal, www.ieu.ch

  • Interviews: IEU AG, Liestal, www.ieu.ch

  • Videos: Beat Manetsch, FILM & PROJEKTE GmbH

  • Fotos: IEU AG, Liestal, www.ieu.ch

Finanziert durch den SIA FGE, die SIA BGT, das BFE und die HSLU